Die Mongolei braucht ehrliche Ausrüstung – keine Wunschliste
Eine Enduro-Reise durch die Mongolei ist keine Wochenendtour. Du bewegst dich durch Wüste, Steppe, Schluchten und Gebirge – an Fahrtagen mit bis zu 240 Kilometern, auf Schotter, Sand, Pisten und gelegentlich gar keinem erkennbaren Weg. Wer gut ausgerüstet ist, fährt entspannter und sicherer. Wer mit falscher Ausrüstung kommt, macht sich das Leben unnötig schwer.
Schutzausrüstung: Kein Kompromiss
In der Mongolei gibt es keine Kliniken an der nächsten Ecke. Das macht Schutzausrüstung nicht zum optionalen Extra, sondern zur Grundlage jeder Fahrt.
Helm und Brille
Ein Enduro- oder Offroad-Helm mit gutem Belüftungssystem ist ideal. Bei den Temperaturschwankungen zwischen evtl. 5 °C morgens und 35 °C am Mittag braucht man Flexibilität.
Protektoren
Knie-, Ellbogen- und Schulterprotektoren sind Grundausstattung. Ein Rückenprotektor – integriert in die Jacke oder als separater Protektor-Rucksack – ist kein Luxus, sondern Pflicht. Die Strecken sind unebenes Gelände: Steine, Rillen, tiefe Spuren. Bei einem Sturz landest du auf hartem Boden.
Handschuhe
Vollständige Enduro-Handschuhe mit Knöchelschutz. Keine halben Fingerhandschuhe, keine Stadtmotorrad-Handschuhe. Nach drei Stunden Schotter mit ungeeigneten Handschuhen sind die Hände durch – das merkst du beim Lenken.
Stiefel
Enduro-Stiefel mit solider Knöchelunterstützung. Ein Umknicken mit dem Fuß im falschen Winkel kostet im besten Fall Fahrtage. Motorrad-Tourenboots reichen für diese Untergründe nicht aus.
Kleidung für lange Fahrtage
Die Temperaturen in der Mongolei können launisch sein : morgens frisch, mittags heiß, abends wieder kühler, dazu Wind, Staub und gelegentlich Regen. Deine Kleidung muss das alles abkönnen.
Enduro-Jacke mit Belüftung
Eine Textiljacke mit Lüftungszonen, Protektoren und warme Funktionskleidung innen für kühlere Morgen ist ideal. Leder ist in Wüstenhitze keine gute Wahl.
Motorradhose
Robuste Hose mit Knie- und Hüftprotektoren. Kein Ersatz durch normale Outdoorhose – im Falle eines Falles nützt die wenig im Gelände.
Zur Jacke und Hose natürlich die Regenkleidung zusätzlich.
Basisschichten
Feuchtigkeitsableitende Funktionsunterwäsche. Baumwolle ist in der Wüste kein Freund: sie saugt Schweiß auf, trocknet kaum. Merino-Wolle oder Synthetik-Funktionsmaterialien sind besser.
Der Trinkrucksack: Pflichtausrüstung, nicht Zubehör
Ein Trink-Rucksack mit mindestens 2 Liter Blase ist auf der Mongolei-Tour kein Komfort-Extra, er ist zwar nicht zwingend notwendig, wir empfehlen ihn aber auf jeden Fall.
Wir fahren den ganzen Tag im Gelände, dann merkt man die große Hitze in der Gobi und und kann zwischen den Stopps Flüssigkeit zu sich nehmen.
Wer keinen Trinkrucksack hat, trinkt zu wenig – und das merkst Du auf dem Motorrad spätestens nach der dritten Stunde.
Was das Tour-Team bereitstellt
Du musst nicht alles selbst mitbringen. Für die Tour stellen wir Motorräder mit vollständigem Koffersystem sowie Begleitfahrzeuge mit technischer Ausrüstung, Werkzeug und Pannenhilfe bereit. Kleinere Reparaturen und Reifenpannen werden vom technischen Team übernommen – Du bist nie allein mit einem Problem auf der Strecke.
Außerdem sind im Fahrzeug jede Menge Wasser, kleine Snacks und Energieriegel.
Was du selbst mitbringen musst: persönliche Schutzausrüstung, Bekleidung und Trinkrucksack. Diese Dinge sind zu individuell, um sie durch das Tour-Team zu stellen.
Kurzcheckliste: Das Wichtigste auf einen Blick...
Zuallererst der Reisepaß mit mindestens 6 Monaten Gültigkeit, sonst ist die Reise bereits in UB am Flughafen vorbei.
Helm, Handschuhe, Schutzkleidung und Stiefel. Das muß geländetauglich sein, also Endurobekleidung ! Hüttenschlafsack, Waschzeug, Sonnencreme, individuelle Medikamente, falls nötig, Cap oder Hut für den Sonnenschutz, Sonnenbrille, leichte Sommerkleidung, warme ebenfalls und Regenzeugs, leichte Schuhe, Sandalen o.ä. , Stirnlampe, Kreditkarte, internationaler Führerschein, der ist aber nicht zwingend erforderlich.
Das ist nur einiges, kein Anspruch auf Vollständigkeit. UB ist eine moderne Stadt, hier gibt´s alles, man kann also auch nochwas besorgen ;-)